SISTERS OF THE YAM


„Sisters of the Yam“ ist inspiriert vom gleichnamigen Buch von Bell Hooks, in welchem sie zahlreiche Strategien zur Selbstfindung, Heilung und zum politischen Widerstand für die Schwarze Frau* vermittelt. Sie sagt: „True resistance begins with people confronting pain ... and wanting to do something to change it.“
(Bell Hooks, Yearning: Race, Gender, and Cultural Politics) 

Welche Heilungsmethoden kennen Wir aus unseren Kulturen?

Wie können Wir das kollektive Trauma überwinden?

Wie können Wir in der Gesellschaft politisch intervenieren?

Ziel von Ore Arts ist es, Kulturinstitutionen so umzugestalten, dass sie auch für „Sisters of the Yam“ zu einem Ort der Selbstfindung und Heilung werden können.

Choreographie: Allan Falieri 

SKIN POLITICS

Der experimentelle Kurzfilm „Skin Politics“ ist inspiriert vom gleichnamigen Kapitel des Buches von Grada Kilomba „Plantation Memories“ .

Wie sehen wir uns als Schwarze Menschen in der Kulturlandschaft unserer Gegenwart?

Wie und warum haben wir uns an diese Kulturszene gewöhnt?

Wie wollen wir in Kulturinstitutionen gesehen werden?

Eine kritische Auseinandersetzung der Kunst und Kulturszene in Mannheim.

Choreographie: Allan Falieri

KAMPF DER SINNE

Der postmoderne Kunstbegriff ist durch die große Erzählung des Weißseins definiert. Mit anderen Worten: obwohl Postmoderne als Ideologie auf der Dekonstruktion großer Erzählungen beruht, hat sie es versäumt, ihr eigenes Weißsein zu dekonstruieren.
“Genau an dieser Stelle wollen wir weiterarbeiten, indem wir die Marginalisierung von Schwarzsein und Anderssein im kulturpolitischen System durch die Entwicklung einer audiovisuellen Tanzperformance gemeinsam mit 15 Mitgliedern des Vereins zeigen.
Die audiovisuelle Performance „Kampf der Sinne“ ist eine Art Reaktivierung unseres Schwarzen Erbes, welches sich explizit auf unsere Sinne fokussiert.

Choreographie: Allan Falieri

EPIGENETIK: BE THE


HEALING

Wer sind deine Vorfahr*innen? Wer bist du? Was sind deine Feel-Good-Traditionen/Rituale? Welche Traumata und welche Talente, Widerstandsstrategien hast du geerbt? Was ist genetische Anlage und was ist Erlerntes? Wie sieht dein Weg der Heilung aus? Unsere und die Lebenserfahrungen unserer Vorfahr*innen setzen sich als zusätzliche Informationen in bestimmten DNA-Bereichen fest. Wer entscheidet darüber, ob und welche aktiviert oder „stillschweigend“ gespeichert und weitergegeben werden?

In einer audiovisuellen Tanzperformance „Epigenetik: Be the Healing“ erforscht und reflektiert das Orè Arts Kollektiv diese Fragen der epigenetischen Einflüsse auf die Schwarzen/Afrikanischen Communities. Um unsere Wege der Heilung besser zu verstehen, zu begreifen und erlebbar zu machen, die unsere Vorfahr*innen gegangen sind, gehen wir diese Wege weiter, für uns und mit unseren Vor- und Nachfahr*innen.

Choreographie: Allan Falieri


AFROFREQUENCIES

“Afrofrequencies” ist eine interdisziplinäre Performance. Sie verwandelt Körper in lebendige Archive von Erinnerung, Spiritualität und Widerstandskraft – und zeigt, wie aus diesem Erbe Heilung, Gemeinschaft und künstlerische Erneuerung entstehen.

Während die Epigenetik beschreibt, wie sich Erfahrungen – insbesondere Traumata wie Versklavung und Rassismus – in unserer Genetik einschreiben und über Generationen weitergegeben werden, bleibt eine zentrale Dimension unbeachtet: die spirituelle Kraft Schwarzer Gemeinschaften. Genau hier setzt „Afrofrequencies“ an. Wir begreifen den Körper nicht nur als Speicher biologischer Informationen, sondern als Quelle von spirituellem Wissen, Resilienz und schöpferischer Energie.

Mit Tanz, Musik, Ritual und somatischer Praxis entsteht eine Performance, die Kunst, Wissenschaft und Spiritualität verbindet. Sie eröffnet einen Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer kollektiven Vision verschmelzen.

Choreographie: Leonardo Rodrigues